@Ievgen Skrypko

Gut gesattelt: in 5 Schritten zum richtigen Fahrradsattel

Fahrradfahren macht Spaß, ist gut für die Gesundheit und bringt Sie gleichermaßen fit und nachhaltig an Ihr Ziel. Um langfristig Freude am Radfahren zu haben, ist der richtige Fahrradsattel unverzichtbar. Denn so individuell wie der menschliche Körper ist, so vielfältig ist auch das Angebot an Satteln. Die Entscheidung für das passende Modell ist da manchmal gar nicht so einfach.

Wir vom Radsporthaus Kriegelstein wissen als erfahrener Fahrradladen in Frankfurt, worauf es ankommt, und erklären Ihnen, wie Sie in fünf Schritten den richtigen Sattel finden.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Der richtige Sattel ist wichtig, um Druck, Schmerzen und Taubheitsgefühle zu vermeiden.
  • Für die Wahl spielen Faktoren wie der Sitzknochenabstand, die Sitzposition und das Fahrverhalten eine Rolle.
  • Ein Profi hilft, den passenden Sattel zu finden und richtig einzustellen.

Den Ist-Stand analysieren

Zuerst sollten Sie sich Ihren aktuellen Sattel etwas genauer anschauen. Denn es gibt eindeutige Symptome, die auf das falsche Modell hinweisen. Wenn Sie regelmäßig Schmerzen an den Sitzknochen, Taubheit an den Genitalien oder andere Beschwerden wahrnehmen, gilt es, Ihren Fahrradsattel zu überprüfen. In einigen Fällen muss es nicht direkt ein neuer Sattel sein, manchmal ist er nur falsch eingestellt.

In jedem Fall sollten Sie einen Profi zurate ziehen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Sollte Ihnen in diesem Zuge ein neuer Fahrradsattel empfohlen werden, haben Sie stets vor Augen, dass das eine Investition ist, die sich langfristig lohnt.

Den Sitzknochenabstand messen

Ein modernes Reiserad bietet Ihnen quasi an allen Bauteilen die Möglichkeit zur Anbringung von Gepäck. Dazu gehören der Lenker, die Sattelstange oder der Gepäckträger. Beachten Sie immer die erlaubte Zuladung, damit es zu keinen Schäden kommen kann. Ein zulässiges Gesamtgewicht von 150 Kilogramm ist bei vielen Modellen Standard. Doch auch höhere Werte können erreicht werden.

Auslegung auf maximalen Komfort und umfassende Sicherheit

Wenn Sie den perfekten Sattel finden möchten, sollten Sie unbedingt den Abstand Ihrer Sitzknochen messen. Denn hier lastet beim Radfahren der Großteil Ihres Körpergewichts. Die richtige Breite Ihres Sattels ist also besonders wichtig, um Schmerzen vorzubeugen. Sie können den Sitzknochenabstand zu Hause in Eigenregie messen. Dafür benötigen Sie lediglich Folgendes:

  • Wellpappe
  • Hocker oder Treppenstufe
  • Stift
  • Maßband oder Meterstab

Legen Sie die Wellpappe auf einen Hocker oder eine Treppenstufe und setzen Sie sich mit geradem Rücken darauf. Nun müssen Sie Druck erzeugen, um später deutlich sehen zu können, wo Ihre Sitzknochen auflagen. Winkeln Sie dafür die Beine an und ziehen Sie die Wellpappe beziehungsweise den Hocker seitlich nach oben. Stehen Sie anschließend auf und markieren Sie auf jeder Seite den jeweils tiefsten Druckpunkt. Messen Sie abschließend den Abstand zwischen diesen beiden Punkten.

Alternativ bieten jedes gute Fahrradfachgeschäft die Vermessung Ihrer Sitzknochen mit modernen Methoden an. Zu Ihrem Sitzknochenabstand sollten Sie, je nach Sattelart und Sitzposition, pro Seite zwischen einem und vier Zentimetern addieren. Um den für Sie perfekten Sattel zu finden, ist auch hier ein Fahrradprofi die richtige Ansprechperson.

Das eigene Fahrverhalten erfassen

Nicht nur die Breite, sondern auch die Härte spielt bei der Wahl des optimalen Sattels eine Rolle. Bei allen Faktoren ist Ihr Fahrverhalten von Bedeutung. So sind weiche Standardsattel, etwa am Hollandrad montiert, eher etwas für kürzere Strecken von 30 bis 45 Minuten. Wenn Sie jedoch gerne lange Radtouren machen und auch sportliche Strecken fahren möchten, ist ein härterer Sattel die beste Wahl.

Dass ein Fahrradsattel, insbesondere bei langen Fahrten, Druck erzeugt, kann immer passieren. Schließlich lastet ein Großteil Ihres Körpergewichts auf einer vergleichsweise kleinen Fläche. Unser Tipp: Gepolsterte Radlerhosen und spezielle Sitzcreme schaffen dann Abhilfe. Werfen Sie außerdem einen Blick auf Ihre Position beim Sitzen. Je aufrechter Ihre Sitzposition ist, desto breiter sollte der Sattel sein. Sitzen Sie sehr gestreckt, beispielsweise auf dem Rennrad, kommt ein schmalerer Sattel infrage.

Verschiedene Modelle testen

Fahrradsattel mit Loch, Sportsattel oder Standardsattel – das Angebot ist groß und Ihr Körper, Ihre Sitzposition und Ihr allgemeines Fahrverhalten individuell. Deswegen empfehlen wir Ihnen beim Kauf eines neuen Sattels, einen Profi um Rat zu fragen. Der Vorteil liegt hier nicht allein bei einer kompetenten Beratung. Denn im Fahrradgeschäft können Sie unterschiedliche Sattel ausprobieren.

Ob ein Sattel wirklich passend für Sie ist, stellt sich erst nach mehreren Fahrten heraus. Dennoch bekommen Sie im Geschäft ein anderes Gefühl für ein etwaiges Modell als beispielsweise durch bloßes Betrachten im Onlineshop.

Den Fahrradsattel richtig einstellen

Damit Ihr neuer Sattel die optimale Wahl ist, muss er nun noch richtig eingestellt werden. Die Sattelhöhe, -neigung und -position sind die drei Hauptfaktoren, nach denen Sie Ihren Fahrradsattel richtig einstellen. So empfehlen wir beispielsweise, den Sattel waagerecht zu montieren. Außerdem sollten Sie bei leicht gebeugtem Knie mit der Ferse das Pedal erreichen, wenn diese an ihrem tiefsten Punkt ist.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl Ihres perfekten Fahrradsattels.

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